VÖ: 27.06.2025 | Label: Hey!blau Records | Genre: Pop | Wertung: 3/5
Jenny Thiele, die ehemals Martin Bechlers Projekt Fortuna Ehrenfeld begleitete, schenkt uns diesen Sommer eine ordentliche Portion deutschsprachigen Dream-Pop. Fernab von gefälligem Radio-Pop kombiniert Thiele New Wave, Electro, analoge Synthies, Intimität, Style, Melancholie und Rausch. Bittersüße Zwischenmenschlichkeiten und geöffnete Türen, die zu einer ekstatischen Tanzfläche führen. Grund genug, Thiele zum Steckbrief-Interview zu bitten
Hallo Jenny, wie würden Sie Ihre Musik in drei Worten beschreiben?
Apfel, Feige, Maracuja.
Das neue Album „Platz“ ist ein ...
… Coming of Age-Album für Erwachsene. Es geht um die Frage, ob ich mich auf eine Identität festlegen muss, wo mein Platz in dieser Welt ist und darum, mir Platz zu schaffen, indem ich loslasse, was nicht mehr zu mir passt.
Gab es Bravo-Poster im Jugendzimmer?
Zunächst nur The Kelly Family. Dann Spice Girls und Backstreet Boys.
Ihre Album-Empfehlung?
Perels „Hermetica“. Das Album hat mich letztes Jahr total umgehauen. Perel ist Produzentin und DJ. Und ich liebe diesen von den 80er Jahren inspirierten Wave-Sound, den sie macht.
Wenn es mit der Musik nicht geklappt hätte, wäre ich ...?
… Sozialarbeiterin oder Lehrerin geworden – es gibt so viel zu tun!
Was ist Glück?
Die Sekunden tropfen hören. Nichts anderes wiss’n müssen als das, was gerade ist.
Der Soundtrack Ihres Lebens?
Ásgeir Trausti – die Musik des isländischen Künstlers läuft bei mir in allen Lebenslagen und ist Balsam für die Seele. Und die New Yorker Synth-Band Au Revoir Simone hat mich im Frühling 2025 auf Dauerschleife begleitet.
Text: Mathias Schulze
