Im Rahmen des Kurt Weill-Fests 2026 zeigt das Anhaltische Theater Dessau eine europäische Erstaufführung, eine Oper in vier Akten von Claudio Santoro. Obwohl Santoro zu den produktivsten Komponisten Brasiliens zählt, schrieb er nur eine einzige Oper: „Alma“. Dieses Spätwerk vereint die charakteristischen Züge seines Kompositionsstils, markiert dessen Höhepunkt. Erzählt wird von Alma, die in der Inszenierung von der Kammersängerin Iordanka Derilova (im Bild) gespielt wird. Alma ist eine junge Frau aus kleinbürgerlichen Verhältnissen in São Paulo, die sich aus Liebe zu dem Gigolo Mauro der Prostitution hingibt. Ihr Doppelleben verheimlicht sie. Und dann wird sie schwanger. Ihre Vergangenheit überschattet ihr weiteres (Liebes)-Leben. Eine gesellschaftskritische Darstellung des São Paulo der 1920er Jahre. Santoros vermittelt zwischen Neuer Musik und traditioneller brasilianischer Klangsprache — eindrucksvoll hörbar in der dramatischen Musik seiner Oper „Alma“, einem Meisterwerk des brasilianischen Musiktheaters.
Alma, am 7. März um 17 Uhr und am 20. März um 19.30 Uhr, Anhaltisches Theater Dessau, Tickets und Termine: https://anhaltisches-theater.de