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Freitag, 20. Oktober 2017
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Happy End

Frankreich, Österreich 2017; Regie Michael Haneke; Darsteller:Jean-Louis Trintignant, Isabelle Huppert, Mathieu Kassovitz

Funny Games", „Die Klavierspielerin", „Das weiße Band". Es besteht kein Zweifel daran, dass der österreische Regisseur Michael Haneke die Wurzeln des Bösen mit obsessiver Leidenschaft erkundet. Haneke ist einer der ganz Großen, die dunkle Seite des Menschen wäre ohne ihn um einige nichterkannte Nuancen ärmer. Nun setzt er seinen kalten Thriller „Caché" in gewisser Weise fort: Im Zentrum steht eine Elitefamilie, im Zentrum steht die Unfähigkeit zur menschlichen Wärme. Und zwar sowohl innerhalb als auch außerhalb der Familie. Haneke über sein neues, kaltes Meisterwerk: „Rundherum die Welt und wir mittendrin, blind." Danke für die begnadeten Bilder und Schauspieler, die dieses Motto immer und immer wieder perfekt anschaulich machen.

Happy End, ab 2. November, Schauburg


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Schloss aus Glas

USA 2017; Regie: Destin Cretton; Darsteller: Brie Larson, Naomi Watts, Woody Harrelson

„Die reichen Stadtmenschen wohnen in schicken Wohnungen, aber die Luft ist so verschmutzt, dass sie nicht einmal die Sterne sehen können. Wir wären verrückt, wenn wir mit irgendeinem von ihnen tauschen würden." Und wie steht es um die Schulpflicht? „Ihr lernt, indem ihr lebt." Diese schönen Sätze spricht Papa Rex, Woody Harrelson ist mal wieder zum Niederknien, gelassen und konsequent aus: Papas Phantasien müssen dann auch den knurrenden Bauch der Tochter befriedigen, die Armut ist groß. Zu groß, die Katastrohen begleiten Jeanette ihre ganze Kindheit lang. Die Verfilmung des autobiografischen Romans „The Class Castle: A Memoir" der Kolumnistin Jeannette Walls erzählt von einer kaputten und wilden Kindheit, die Schatten und Licht bis tief ins Erwachsenenalter wirft. War Papa Rex wirklich nur ein verantwortungsloser Phantast? Ein emotionaler, ein mitreißender Film.

Schloss aus Glas, ab 5. Oktober, Schauburg


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Körper und Seele

Ungarn 2017; Regie: Ildiko Enyedi; Darsteller: Alexandra Borbely, Geza Morcsayi, Reka Tenki

Kaum lief dieser magische Arthouse- Streifen auf den Festivals, hagelte es Preise: Der Berlinale- Gewinner „Körper und Seele", auch der Preis der Ökumenischen Jury konnte eingefahren werden, erzählt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zweier verletzter Seelen, die nachts immer wieder ähnliche Träume teilen. Zaghaft kommen sich Maria und Endre auch am Tag näher. Feinsinnig, sehnsüchtig, poetisch und mit lakonischem Humor überzeugte die kunstvolle Bildersprache nicht nur die Experten, sondern auch die Zuschauer der Berlinale: Es gab den Publikumspreis. Zudem spendierte der Internationale Verband der Filmkritik den Fipresci- Preis. Ein zarter, ein intensiver Film. Unbedingt sehenswert.

Körper und Seele, ab 12 Oktober, Schauburg


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Luther

USA, Deutschland 2003; Regie: Eric Till; Darsteller: Joseph Fiennes, Claire Cox, Peter Ustinov

„Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt." Die katholische Kirche und der Ablasshandel: Da rollte der Rubel im Spätmittelalter. Wer nicht zahlte, kam in die Hölle. Mindestens und ganz gewiss. Diese Spuren führen zu Luther, zur Bibelübersetzung und der Reformationsbewegung. Weil das ebenfalls berüchtige Annageln, bei dem Luther 95 Thesen an der Schlosskirche in Wittenberg publik machte und damit der gigantischen PRMaschinerie der Mächtigen widersprach, am 31. Oktober 500 Jahre alt werden soll, die Gelehrten streiten sich noch ums genaue Datum, läuft nun noch einmal ein Blockbuster mit Starbesetzung aus dem Jahr 2003. Das Ganze riecht ein bisschen nach Religionsunterricht, wären da nicht solch verschwiegene Passagen wie Luthers antisemitische Tiraden. Gutes Kino, mangelhafter Aufklärungswert.

Luther, am 31. Oktober, Schauburg  


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Meine Cousine Rachel

Großbritannien 2016; Regie: Roger Michell; Darsteller: Sam Clafin, Rachel Weisz, Holliday Grainger

Was tun, wenn sich die Schlingen des Eros tiefer und enger um das Herz legen? Was tun, wenn der Verstand besetzt wird und alles außer Kontrolle gerät? Frei nach dem Roman „My Cousin Rachel" von Daphne Du Maurier gelingt ein ästhetischer Genuss, der ins Landleben der Briten im frühen 19. Jahrhundert führt. Hier die noblen Herrensitze, dort die blutenden Hände der Bevölkerung. Mittendrin: Der Gentlemen Philip, der Rachel des Mordes verdächtigt und gleichzeitig jener wunderschönen Frau verfällt. Ein Spiel der Erotik, ein Verdachtsspiel auf Messers Schneide. Für Liebhaber dunkler und erhabener Romanzen, die mit der Phantasie des Publikums experimentieren, ist dieser Film besonders empfehlenswert.

Meine Cousine Rachel, ab 30. September, Schauburg


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