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Freitag, 23. Juni 2017
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Geneigte Leser,

nach den beiden Landtagswahlen in Schleswig Holstein und NRW hat der Schulz-Express so richtig Fahrt aufgenommen. Selten in den letzten 16 Jahren war der Ausgang der Bundestagswahl (am 24. September diesen Jahres) deshalb so klar wie heute. Woran das liegt? Nun ja, zum einen, weil der ausgefuchste Martin Schulz eine erstklassige Wahlkampftaktik voller Empathie ausgeheckt hat: „Ich bin einer von euch kleinen Leuten. Ich halte mit euch die rote Laterne der Sozialdemokratie!" Und zum anderen natürlich, weil es der SPD-Vorsitzende wie kein anderer zuvor verstanden hat, den Markenkern der Partei offenzulegen, wenn er verspricht: „Wir werden uns auch in Zukunft lächerlich machen!" Zurecht wurde Schulz lange vorgehalten, dass eigentlich überhaupt nicht klar sei, wie das nun im Detail funktionieren soll. Mittlerweile sind die Hausaufgaben aber gemacht. Wie Schulz neulich den Kollegen vom Nachrichtenmagazin „Titanic" verriet, wolle er zum besseren Verständnis ab sofort auf jeder Wahlkampfveranstaltung seinen Lieblingswitz erzählen: „Kommt ein SPD-Typ auf den Marktplatz und sagt: ‚Ich verspreche soziale Gerechtigkeit für mich, gerechten Neoliberalismus für alle und eine kostenlose Ohrfeige für die, die sich sonst nichts leisten können. Außerdem werde ich Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland!‘ Hahaha …! Gut möglich aber, dass diese Taktik den Schulz bis Juli doch nicht wieder über die 15-Prozent-Marke zurückkatapultieren wird. Und dann? Müsste sich die SPD zur Abwechslung mal wieder einen neuen Kanzlerkandidaten zulegen. Das sollte ja kein großes Ding sein: Siegmar Gabriel z. B. Wäre eine tolle Option. Oder Helmut Schmidt. Der hat dermaßen viel Zeit, der könnte sogar Schröder toppen und die „Agenda 1012" ausrufen. Oder vielleicht doch Hannelore Kraft? Die kann es zwar nicht, verspricht aber die schönsten Wahlplakate: „Kraft durch Freude!" Oder und schließlich: Warum nicht der feurige Stegner. Der konnte sich im Vorwahlkampf immerhin gegen zwei Rollen Raufasertapete durchsetzen. Was das alles mit unserer Regentin zu tun hat? Die freut sich, dass sie bei so viel eiskaltem Gegenwind endlich etwas mehr Zeit für ein paar heiße Rendezvous hat. Herzlichst wie politisch korrekt!

Eike Käubler


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