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Sonntag, 21. April 2019
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: Am Ende :: Das letzte Wort hat ... :
Text & Bild: Volly Tanner

Das letzte Wort in diesem Monat hat die Leipziger Lesebühnenautorin
und – organisatorin Nicole Frank. Seit März 2019 veranstaltet sie nun ihre ganz eigene Reihe namens „Fräulein Frank liest" im Café Fräulein Frank in der Georg-Schwarz-Straße

Fräulein Frank, vollenden Sie bitte diesen Satz: An Leipzig hat mich in letzter Zeit besonders aufgeregt, dass …

An Leipzig habe ich persönlich wenig auszusetzen. Ich liebe Leipzig. Es gibt hier einfach so viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln und inspirieren zu lassen: Leipzigs Kultur, Fuck-Up-Nights, spirituelle Kreise und vieles mehr. Wenn ich von irgendwoher zurückkehre, verspüre ich jedesmal ein Gefühl von Heimat. Selbst, wenn die Stadt bei RB-Spielen, zur Buchmesse oder zum WGT im Chaos zu versinken droht, fühle ich mich wohl. Leute kommen auf einmal viel schneller ins Gespräch, wenn sie vis-à-vis in Bus und Bahn stehen. Es wird häufig gescherzt und selten gepöbelt. Besser, als wenn jeder auf sein Phone starrt und nichts sagt. Wenn gar nix mehr geht, hat das auch was.
Schon mehrmals musste ich nach Hause laufen, weil die LVB mit so plötzlich auftauchenden Massen scheinbar nicht gerechnet hatte. Solche Wanderungen entschleunigen und eignen sich ebenfalls, seine Mitmenschen in ungewohnten Situationen zu beobachten.

Was muss sich ändern?

Auf jeden Fall die LVB-Preise. Die sind viel zu hoch angesetzt. In anderen Städten bekommt man mehr für sein Geld.
Ansonsten befürworte ich mehr Mülleimer: besonders an Straßenbahnhaltestellen und Seen. Dort würden zum Beispiel Molok-Systeme, halb unterirdische Mülltonnen, Sinn machen: höhere Sammelkapazität, längere Entsorgungsintervalle. Viel zu oft sehe ich überfüllte Behälter und von Krähen zerfetzten Müll, der dann irgendwann im Wasser landet.

Wie würden Sie Leipzig beschreiben, für den, der die Stadt nicht kennt?

Ein Paradies für Kulturliebhaber; viel Wasser, mehr Brücken als Venedig; Nutrias und Graureiher ohne Ende; viel Grün, ein Auenwald, der sich mitten durch die Stadt zieht, Bärlauchduft im Frühjahr. Eine aufgeschlossene Stadt: Ich bin hier schon so vielen tollen Menschen begegnet. Hier kann ich sein, wie ich sein will.

Welcher Ort ist Ihnen der liebste in der Stadt?

Besonders mag ich Orte, wo das Wasser nicht weit ist und Weiden Schatten spenden. Ohne die Leipziger Seen und Kanäle würde ich mich nur halb so wohl fühlen. Sie ähneln den Zehdenicker Tonstichen, zwischen denen ich aufgewachsen bin. Übrigens könnten Aktionen wie die Gewässerreinigung des Vereins Wasser-Stadt-Leipzig ruhig öfter im Jahr stattfinden. Bis jetzt weiß ich nur vom 13. April, bei dem ich auch mitmachen werde.

An welchen Ort in der Stadt würden Sie Besuch von außerhalb indes nie führen?

Schwierige Frage, kommt immer darauf an, was wer mag. Die Bundesagentur für Arbeit möchte ich ungern noch einmal betreten. Sieht aus wie ein ehemaliges Gefängnis. Gewollt oder ungewollt? Ich will es lieber nicht wissen.

Welche Pläne und Visionen haben Sie für die Zukunft?

Ein Buch mit meinen Seelenstriptease-Texten herauszubringen. Leipzig hilft mir übrigens sehr dabei, mit mir ins Reine zu kommen. Dessen spirituelle Szene empfinde ich als sehr heilsam. Ob beim Acroyoga, Mantrasingen, bei Kakao-Zeremonien oder systemischen Familienaufstellungen: Jedes Mal lerne ich etwas Neues über mich und andere.
All diese Selbsterfahrungen teile ich in meinen Texten – am 12. Mai
zum Beispiel wieder bei ‚Fräulein Frank liest‘. Demnächst möchte ich auch in anderen Städten auftreten und andere dazu ermutigen, Herausforderungen und Bedürfnisse offen zu kommunizieren. Nur so versteht deren Umfeld, warum sie sich so und nicht anders bzw. ‚normal‘ verhalten.

Lesebühne „Fräulein Frank liest": www.facebook.com/lesebuehnelautschrift
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