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Samstag, 22. September 2018
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: In Leipzig :: Bei den Wolkenmaschinen :

Der Verein Kulturkosmos Leipzig lädt zum Spaziergang an den Cospudener See. Es gibt Kopfhörer, Zeitzeugenstimmen und künstlerische Impressionen über „Verschlungene Dörfer", so der Name des Projektes. Was es damit auf sich hat, verrät Marlen Riedel im Gespräch Johanna Dieme und Marlen Riedel (r.) laden zum Audiowalk an den Cospudener See.



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Der Audiowalk ist eine theatrale Veranstaltung. Warum führt er in die Natur?

Wir wollen Theater an theaterfernen Orten inszenieren. Im Zuge der Gentrifizierung gibt es aber immer weniger „verlorene" Orte in und um Leipzig. Orte, die sich besonders für atmosphärische Veranstaltung eignen. Der Cospudener See hat uns auch dank seiner Historie beeindruckt. Dort wurde ein einzigartiger Weg, innerhalb eines überschaubaren Zeitraums, beschritten: Vom Dorf zum Tagebau, vom See zum Vergnügungs- und Erholungsgebiet.

Sie laden zum performativen Spaziergang, der Zeitzeugen sprechen lässt.

Der See war früher, von 1981 bis kurz nach der Wende, ein Tagebau. Dort wurden das Dorf Cospuden zerstört, dort mussten Menschen ihre Häuser verlassen. Wir haben mit Zeitzeugen, Demonstranten von „Stop Cospuden", Bewohnern und Badegästen gesprochen: Welche Erinnerungen haben Sie? Warum sind Sie dort gern? Was liegt am Boden des Sees? Aus diesem Material haben wir dasjenige geschaffen, was die Spaziergänger nun bei uns erfahren können. Da kommt vieles zusammen: Biografisches, Landschaftsbeschreibungen, politische Verhältnisse, kritische Sichtweisen auf die Entwicklungen.

Das Ganze ist nicht mit einer Stadtführung zu vergleichen.

Wir setzen auf das ästhetische Erlebnis, arbeiten mit Schauspielern, die während des Spazierganges auftauchen. Unser Projekt ist nicht zeitlich chronologisch angelegt. Es gibt Reflexionen über den Akt des Spazierens: Ein Vorgang, der heute vielleicht eine andere Bedeutung hat als früher. Hinzu kommt eine Gruppendynamik, die nicht zu unterschätzen ist. Am See kann man viel mit Atmosphäre arbeiten. Da gibt es den damaligen Tagebau-Flair, es wurde Energie hergestellt – indem man das Land wegbaggerte! Da gibt es Freizeitangebote und die zwei berühmten, heute ständig qualmenden Schornsteine.

Eindrucksvoller kann eine Idylle kaum gebrochen werden. Manche nennen die Schornsteine auch „Wolkenmaschinen". Wir wollen die Bilder für sich sprechen lassen und keine Urteile vorgeben. Es soll ein Spaziergang für alle Sinne werden, das historische Interesse wird ebenso wie das ästhetische zentral sein. Auch für diejenigen, die sich vor Ort auskennen, soll es neue Sachen zu entdecken geben.

Verschlungene Dörfer – ein Audiowalk am Cospudener See, ab 14. September, jeweils 18 Uhr, Termine und Treffpunkte: www.kulturkosmos-leipzig.de


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