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Samstag, 20. Januar 2018
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: In Leipzig :: Fantastisch verstörend :

Die Wahlleipzigerin Natszo passt in keine Schublade. Ihre Musik wandert zwischen Dark Pop, Dark Folk, Jazz Folk und auch elektronisch inspirierten Soundpassagen. Im Januar stellt sie ihr Album „Utopia Disco" im Neuen Schauspiel vor. Ein Porträt



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Kreisende Wildenten am rauen Winterhimmel, das Spiel der Begierde und klare Haltungen. Spielt die wunderbare Musikerin Natszo im Januar im Neuen Schauspiel, kommen nicht nur Blues- und Indie- Liebhaber auf ihre Kosten. Da gibt es fein-melodische, akustische Songs, immer getragen von einem süß-bitteren Sound. Prägungen und Entwicklungen. Unangepasste und selbstständige Solopfade: Bei der Musikerin Natszo formen sie sich mittlerweile zu gangbaren Wegen. Natszo, Jahrgang 1982, kommt ursprünglich aus Nordrhein- Westfalen und wohnt seit gut fünf Jahren in Leipzig. Ihre Songs bauen sich langsam auf, jahrelang wurden sich wiederholende Sequenzen als Hilfsmittel benutzt. Natszo, der Minimalismus und der Loop: Das war und ist eine Mischung aus Vernunftehe und künstlerischer Freiheit.

Die Entwicklungen, die ihre dunkel-warme Soulstimme akzentuierter ins Licht rücken, schätzen den Loop zwar weiterhin, nur steht gerade anderes im Vordergrund. Natszo und ihr neues Album „Utopia Disco": Das sind Geigen, Trompeten und Klarinetten, die bisherigen Loop-Songs sind neu und teilweise atemberaubend zart verarbeitet. Natzso, das erinnert passagenweise an Cat Power und Nick Cave. Ihre Song sind wie ein herzlich streichelnder Griff, der mit einer Zigarette in der Hand die Fenster der gemütlich verrauchten Hinterzimmerküche öffnet.

Heimweh nach einem Ort im Nirgendwo. Natszo erzählt skurrile Geschichten, die leichtfüßig von Widerstandsmöglichkeiten erzählen. Auf der ersten eigenen Platte tragen eigenständige Begleitinstrumente jene Melodien, die die Künstlerin so definiert: „Wenn jemand eine Schublade braucht, dann soll er meine Musik Indie-Blues und Conscious-Loop- erformance nennen." Das Schubladenstecken: Will man es zu eilig, dann kann man sich auch bezüglich ihrer Texte schnell die Finger klemmen.  

Natzso schreibt Lyrik, die auf eine emphatische Beobachterin schließen lässt. Metaphorisches über Desillusionierte, die dennoch vom Suchen nicht lassen können: „My hands are not soft / But my heart is still running". Texte über kreisende Wildenten am rauen Winterhimmel, über das Spiel der Begierde, über Reisende, die vor dem eigenen, allzu wütenden Lebenshunger fliehen. Und in allem herrscht ein Widerstand in Form eines Bewusstseins, welches sich weigert, vergangene und gegenwärtige Grausamkeiten als Zukunftsoption zu betrachten. Der „Killer of the Sun", so ein bedrückend schöner Song, wirft zwar Schatten in die Gedanken, vermag es aber nicht, Utopien zu schwärzen. „Natürlich sind mir meine Texte sehr wichtig, mir scheint, meine Haltung wird mir im Laufe der Jahre immer klarer und wichtiger. Wenn ich nur daran denke, dass ich eine Weiblichkeit leben kann, die anderen Frauen in vielen anderen Ländern gar nicht bewusst werden darf, dann fließt das natürlich in meine Musik ein", so die Musikerin. Gedanken und musikalische Inspirationen, der Sound ist immer zuerst da.

Die Autodidaktion erzäht: „Oft fallen mir die Melodien ins Ohr, sie drängen sich spontan auf. Dann muss ich hinhören, aufmerksam sein. Der Sound kann auch schon einmal über Monate im Aufnahmegerät bleiben – bis die jeweilige Stimmung die Gedanken formt, die mich umtreiben. Ohne bewusstes Erleben könnte ich keine Musik machen." Musikalisch experimentiert sie gerne mit Beats und mit tribalartigen Gesängen. Auf der Gitarre erzeugt sie durch teilweises Abdämpfen der Saiten einen bestimmten Basston, welcher dann spielerisch einen hoffnungsvollmelancholischen Rhythmusteppich legt. Die Siegener Zeitung nannte ihre Songs „fantastisch verstörend".

Natszo spielt kostbare Musik zum Schwelgen, zum Zuhören, zum Seelenreinigen. Verzauberndes aus e iner anderen Welt. Musik mit Charakter. Die Musikerin hat Stil. Und das hört man. Auch im Januar, während des Release- Konzerts im Neuen Schauspiel.

Natszo, 14. Januar, Neues Schauspiel, 20 Uhr, www.natszo.bandcamp.com/album/utopiadisco

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