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Montag, 20. November 2017
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: In Leipzig :: „Omi würde sich freuen“ :

„Fussel am Po", „LeasingMan" oder „Ausgerutscht" - so heißen Lieder auf Sarah Merseburgers Erstling. Mit diesen und acht weiteren Stücken hat sie jetzt ein feines eigenes Album aufgenommen und sich dafür echte Old-School-Musik-Recken auf´s Boot geholt. Wie es dazu kam, all dies hat Sarah Merseburger FRIZZ Redakteur Volly Tanner ins Notizheftchen erzählt



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Guten Tag, Sarah Merseburger. Im „BedRoomStudio" entstand Ihr Solodebüt „BeziehungsWaisen"? Bedroom? Schlafzimmer? Wie kann denn solch ein fulminantes Album in solch einem Raum entstehen? Klären Sie uns doch bitte auf.


Der Grund ist der, dass das Album tatsächlich nahezu komplett in einem Schlafzimmer aufgenommen wurde. Als Frank Amor Schüller, Andreas Kurde und ich uns damals entschlossen haben, zusammen Musik zu machen, bot Andreas sein Schlafzimmer an, in welchem er eine Arbeits- und Musikecke eingerichtet hat. Der perfekte Platz für uns zum Tüfteln, denn so konnten wir ungestört in privater Atmosphäre am Album arbeiten, es sei denn, vor der Haustür bretterte mal wieder die Straßenlinie 1 vorbei und störte uns bei den Aufnahmen. Und Andreas konnte so – als Bewohner des „BedRoomStudios" – seine Kochkünste und seine Gastfreundschaft unter Beweis stellen. Eine gute Grundlage für kreatives Arbeiten, besonders wenn Andreas Gehacktesklöpse für uns machte. Daher der Name „BedRoomStudio".


Solodebüt heißt ja zwangsläufig, dass es Sie musikalisch auch in anderer Position – also nicht solo – gibt. Bei wem sind Sie denn so noch am Musikalisieren?


Bei „Sarah and the BeatBoyz" musikalisiere ich auch noch so herum, Herr Tanner. Das ist eine Leipziger Coverband, mit der ich in den mitteldeutschen Tanzsälen, auf Stadtfesten und Co. Unterwegs bin. Außerdem singe ich noch bei „Feelmen the Soulorchestra", das ist die Band des großen Tonelli.


Das ist ja schon so hauptsächlich Cover. Macht das eigentlich Spaß?


Ja, es macht mir schon Spaß, Songs auf der Bühne zu spielen, von denen ich einige sogar schon als Kind mitgeträllert habe. Songs, die die Leute kennen und die sie mitsingen können. Etwas Eigenes zu spielen, ist für mich aber noch mal etwas ganz Besonderes, denn beim Covern kann man zwar immer versuchen, die eigene Persönlichkeit einzubringen, man wird aber immer verglichen, was ja ganz normal ist, denn jeder hat den Originaltitel im Ohr. Bei „BeziehungsWaisen" habe ich jetzt aber die Möglichkeit, mal ein Original zu sein.


Bei „BeziehungsWaisen" kurbelten ergraute Herren im Hintergrund an den Schaltern. Wer und warum? Und warum niemand von den Jungsprutzen?


Da ist zum einen Frank Amor Schüller, ehemals Frontmann der Ostrockband „Amor und die Kids", der die Idee des Albums hatte. Er ist durch und durch Liedkomponist und Texter und hat ständig Songideen, die einfach rausmüssen. Und dann ist da noch Andreas Kurde, Anwalt und Musiker in einem, der die nötige Technik, das Know-How und das Talent fürs Komponieren mitbringt. Ein supergrandioses Team also! Tja – und die Sache mit dem Altersunterschied: Ich muss sagen, die meisten Leute, mit denen ich musikalisch zu tun habe, sind ab 40 Sommer aufwärts. Woran das liegt, kann ich gar nicht mal so genau sagen. Vielleicht gibt es in meiner Generation einfach nicht mehr dieses Mugger- Milieu, wo jeder jeden kennt und miteinander zu tun hat. Möglicherweise liegt es auch einfach daran, dass weniger junge Menschen bleibende Musik machen als noch vor ein paar Jahrzehnten. Oder wenn, dann häufig für sich zu Hause am Computer mit einer DJ Software und nicht im Proberaum mit Gleichgesinnten. Die Art Musik zu machen, hat sich, denke ich, einfach verändert, und mir gefällt es, da weitestgehend mit der „Alten Schule" in Berührung zu sein.


Die Lieder sind wundervoll unernst, manchmal gar garstig – aber immer herzlich. Guter Poprock irgendwie. Wieviel Mitsprache hatten Sie?


Soviel wie ich wollte. Wenn ich einmal der Meinung war, dieses oder jenes Wort auszutauschen oder die Melodie anders zu singen, gab es nie große Nachfragen. Als Interpret muss man schließlich hinter dem stehen, was man singt. Da waren wir immer einer Meinung, und so gab es keine Probleme, wenn einmal etwas geändert werden musste.


Und wohin schippert jetzt die Solistin Sarah Merseburger? ZDF-Fernsehgarten? MDR Hier ab Vier?


Tja mal schauen, wie wassertauglich mein Kutter „Beziehungs- Waisen" ist und wo wir beide hinschippern. Ich kann nur versuchen, dieses Album so gut es geht an den Mann und an die Frau zu bringen und mit meiner Musik und meiner Art zu überzeugen. Und wenn ich dann einmal auf die „Hier ab Vier"-Couch dürfte, würde ich bestimmt nicht Nein sagen. Omi würde sich freuen! Es ist ja aber auch schon mal cool, im FRIZZ abgedruckt zu werden!


Dann wünschen wir Ihnen natürlich nur das Allerbeste. Und immer auf die Fussel am Po achten.


Aber natürlich, Herr Tanner.

www.sarah-merseburger.de

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